„Herrlich trocken und selbstironisch…“

Einige Leute im Theater nicken schon bestätigend, bevor er anfängt zu lesen, denn auch sie haben ihre leidigen Erfahrungen gesammelt mit der Packstation in Winnenden, der „neuesten Errungenschaft in Sachen Dienstleistungsverweigerung“. Mit der verführerischen Damenstimme des Automaten, der aber leider ganz unromantisch eiskalt das Paket nicht herausrückt, weil er die Unterschrift nicht entziffern kann, treibt Olaf Nägele seinen sprachlichen Schabernack und schont sein Alter Ego dabei nicht. Wie sich der Erzähler von Schaulustigen umringt sieht, die seine Bemühungen kommentieren, wie er schließlich gar zum Einbrecher werden will und scheitert, das setzt das Kino im Kopf in Gang und ist große Comedy. Damit kommt Olaf Nägele sogar den szenischen Lesungen nahe, die eigentlich Gegenstand der Reihe sind. Dabei sitzt er bloß am Tisch, darauf die Bücher, eine Flasche Sprudel. „Eine Wasserglaslesung“, witzelt er.

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